HOCHsommer 2019, 9. bis 15. August 2019

Von 9. bis 15. August 2019 überraschen im Rahmen einer siebentägigen Veranstaltungsreihe Kunstinitiativen und Kunstinstitutionen aus der Suüdoststeiermark – Bad Radkersburg, Fehring und Feldbach – und dem Südburgenland – Region Jennersdorf – Kunstinteressierte mit einem ambitionierten Kunstprogramm.

Im Mittelpunkt stehen Malerei, Fotografie, Skulptur und Performance Art.

Folgende Kunstinstitutionen nehmen teil: KS Room, Kornberg, Kunsthalle Feldbach, Feldbach, Schlichtbarock Fine Arts, Feldbach, Kugelmühle, Feldbach, Gerberhaus, Fehring, Kunst an der Grenze, Jennersdorf, LandArt Eisenberg, Eisenberg, Galerie Exposition, Jennersdorf, ZOLLAMT, Bad Radkersburg und Pavel Haus – Pavlova Hisa, Laafeld.

Alle Kunsträume haben an den HOCHsommer-Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei.

PROGRAMM und die ANREISE finden Sie unter www.hochsommer.at

Während im Juli und August in den urbanen Zentren Galerien und öffentliche Kunstinstitutionen traditionell „Ferien machen“, zieht es immer mehr zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit ihren Kunstprojekten im Hochsommer aufs Land.

Unter dem Namen „HOCHsommer“ haben sich 2017 zum ersten Mal Kunstinitiativen und Kunstinstitutionen aus der Suüdoststeiermark – Bad Radkersburg, Fehring und Feldbach – und dem Südburgenland – Region Jennersdorf –  zusammengeschlossen und überraschen vom 09. bis 15. August 2019 erneut im Rahmen einer siebentägigen Veranstaltungsreihe Kunstinteressierte mit einem ambitionierten Kunstprogramm mit Fokus auf Malerei, Fotografie, Skulptur und Performance Art.

Aufgrund des großen Publikuminteresses in den beiden Vorjahren findet die engagierte Kunstinitiative 2019 bereits zum dritten Mal statt. Vor allem aber war es ein Anliegen der KünstlerInnen und KuratorInnen, über den Zeitraum des Hochsommers größere Aufmerksamkeit für ihre Arbeit zu generieren und sich auszutauschen.

Abseits der Bundeshauptstadt und den Landeshauptstädten sind hier in den letzten Jahren mit viel Leidenschaft und Engagement Kunsträume entstanden, die junge und etablierte Künstlerinnen und Künstler einladen, ihre Kunst im Rahmen von Einzel- und Gruppenausstellungen zu präsentieren und einen interdisziplinären Kunstdiskurs in Gang zu setzen, der spartenübergreifend Lust auf das Experimentieren, Ausprobieren und Ausloten von Grenzen innerhalb der Kunst machen soll. Sie alle eint eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und Kultur, die aus unterschiedlichen Interessen und Motiven im ländlichen Raum, fernab urbaner Kunst- und Kulturzentren zusammentrifft.

Das HOCHSommer-Programm

KUGELMÜHLE
Mühldorf 176, 8330 Feldbach
Andreas Stern und Rainer Böhm, +43 3152 25999

Robert Schaberl. “Mühldorf”
Im Rahmen von HOCHSommer 2019 präsentiert die Kugelmühle aktuelle Arbeiten von Robert Schaberl. Schon sehr früh entwickelt der österreichische Künstler einen Malstil, der sich vor allem um die, wie er es nennt, „Zentralformen“ dreht. Dabei stehen Kreise im Mittelpunkt. Seine Malerei reduziert Robert Schaberl auf runde Formen. Durch einen sehr komplexen, aus bis zu 70 Farbschichten bestehenden Farbauftrags und der Verwendung von Interferenzpigmenten verändert sich die Farb- und Raumwirkung des Bildes je nach Beobachtungsperspektive, indem farbiges Licht sichtbar gemacht wird. Im Unterschied zur herkömmlichen Malerei arbeitet Robert Schaberl somit nicht nur mit „Farbe“ sondern mit „farbigem Licht“. Die von ihm verwendeten Pigmente haben kaum Eigenfarbe, sondern sie reflektieren wie Mikroprismen ein bestimmtes Spektrum des auf das Bild auftretende Licht und erscheinen deshalb im Hinblick auf ihre Farbigkeit anders als herkömmliche mit Farben gemalte Bilder.

Die Kugelmühle im Ortsteil Mühldorf von Feldbach ist ein Industriegebäude aus den 1920er Jahren das von der Firma Puchleitner erworben wurde. Seit 2013 organisieren Rosemarie und Karl Puchleitner gemeinsam mit Andreas Stern und Rainer Böhm Ausstellungen und Konzerte. Robert Schaberl ist nach Walter Vopava (AUT), Suse Krawagna (AUT), Philipp Schweiger (AUT), Eva Wagner (AUT), Eduard Habicher (AUT) und Tomak (AUT) ein weiterer Künstler, dessen Arbeiten in der Kugelmühle zu sehen sind.

Robert Schaberl (AUT, *1961 in Feldbach, Steiermark), 1979 bis 1985 Ausbildung zum Kunstpädagogen an der Hochschule Mozarteum, danach einjähriger Aufenthalt in den USA, seit 1987 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

Eröffnung: Freitag, 09. August 2019, 18.30 Uhr
Dauer: 10. August – 08. September 2019
Öffnungszeiten: 10. – 15. August 2019, 10 – 18 Uhr,
ab 16. August 2019: Besichtigung auf Anfrage: +43 3152 25999, Eintritt frei

KS ROOM
Dörfl 1, 8333 Kornberg
+43 664 4513221
ksroom.at

Manfred Erjautz und Michael Kienzer. “Sculptural Essay”
Die Arbeiten von Manfred Erjautz (AUT, *1966 in Graz) verhandeln die Erfahrungen des Individuums innerhalb sich ständig verflechtender und gegenseitig irritierender Bereiche wie Innen und Außen, Privat und Öffentlich, und unternehmen kompensatorische Versuche, eine Positionierung der eigenen Person in diesen Feldern zu etablieren und damit einer konstatierten Überforderung entgegen zu stellen. Durch das Verwischen und gleichzeitige Definieren räumlicher Grenzen, von Realem und Fiktivem, thematisiert Manfred Erjautz die Transitorik gewohnter Situationen und Empfindungen und entlarvt diese als temporäre Übereinkünfte. Sein Universum gleicht simulierten Systemen – Mythologien und anderen Ersatzrealitäten –, welche die Mechanismen der Gesellschaft exemplarisch vor Augen führen.

In seinen Arbeiten beschäftigt sich Michael Kienzer (AUT, *1962 in Steyr) mit dem Wandel von Sehgewohnheiten. Er bricht sie, nimmt sie in ihre Elemente des Sehens und Beschreibens auseinander und führt sie in ungewohnte Zustände einer teilweise komisch anmutenden Logik. Speziell für den KS Room adaptiert Michael Kienzer Skulpturen aus den letzten Jahren neu. Die Skulptur sprengt dabei die allgemein üblichen Formate des visuell Fassbaren und offenbart eine Relativität im Bezug auf Betrachter-Perspektiven. Wie in der Geschichte von Gulliver ist die Welt einmal klein, dann wieder groß, einmal umfassend, und dann wieder fassbar. So scheint es, dass die Eskalation der Skulptur unmittelbar mit der Contenance der BetrachterInnen und ihres Umfelds zusammenhängt. (Text: Katrin Bucher-Trantow)

Im Rahmen von HOCHsommer 2019 eröffnet die Duo-Ausstellung der beiden renommierten Bildhauer mit einem performativen Konzert von Hans Weigand & Band.

Eröffnung: Freitag, 09. August 2019, 20.30 Uhr
Im Anschluss: Opening Party mit Musik von Hans Weigand & Band
Dauer: 10. August – 08. September 2019
Öffnungszeiten: 10 – 18 Uhr, Eintritt frei

GALERIE EXPOSITION
Bahnhofring 3, 8330 Jennersdorf
exposition.at
Peter Pilz, p.pilz@aon.at

Rudolf Polanszky. “Experimentator”
Wie kann man sich die Ordnung von Primzahlen außer in der gewohnten, linearen Form der Reihe vorstellen? Wenn die Ordnung eine räumliche Komponente, eine dritte Dimension annimmt beispielsweise, und sich ein „Primraum“ formt. Welche (neuen) Möglichkeiten der Erkenntnis tun sich auf, wenn man die Wahrnehmung von Negativ- und Positivräumen, von Innen- und Außenbegrenzungen umkehrt? Solche und ähnliche Fragestellungen beschäftigen Rudolf Polanszky ebenso wie Grundthemen der Mathematik und der Erkenntnistheorie oder antike griechische Denkschulen, und in seinen Skulpturen, Bildreliefs, Texten und Aktionen verleiht er diesen eine provisorische Manifestation von durchaus poetischer Leichtigkeit. Quelle: www.secession.at

Rudolf Polanszky (AUT, *1951 in Wien) arbeitet seit 1976 als Künstler. Sein Betätigungsfeld erstreckt sich von Videoarbeiten über Performance Art, Malerei bis zur Bildhauerei – Permanente Ausstellungen im In- und Ausland wie z.B. 2018 in der Secession, Wien und auf der Art Basel Miami oder eine Filmpräsentation im Museum of Modern Art, New York, sowie unzählige Gruppenausstellungen gemeinsam mit Franz West, mit dem Rudolf Polanszky sehr eng in verschiedenen Ateliergemeinschaften verbunden war.

Eröffnung: Samstag, 10. August 2019, 12 Uhr
Dauer: 11. – 15. August 2019
Öffnungszeiten: 10 – 18 Uhr, Eintritt frei

LANDART EISENBERG
Unterberg 2, 8383 St. Martin an der Raab / Eisenberg
landarteisenberg.com
Peter Pilz, p.pilz@aon.at

Der von Peter Pilz ins Leben gerufene Skulpturenpark LandARTEisenberg präsentiert Werke von nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern auf einem zehn Hektar großen Gelände, dass durch eine Talsenke und einen Teich geteilt ist. Mittlerweile sind weit über 20 Werke auf dem Gelände entstanden, die sich auf unterschiedliche Weise, und im Gedanken an die LandArt-Ausstellung, mit der Topografie des Dreiländerecks auseinandersetzen und damit den HOCHsommer 2019 im Freien präsentieren.

Besichtigung jederzeit ohne Voranmeldung möglich.
Eintritt frei

GERBERHAUS FEHRING
Grazerstraße 3, 8350 Fehring
fehring.at/gerberhaus
gerberhaus@fehring.gv.at

Peter Pongratz. “Alice in Madland”
„Im Grunde ist jedes Bild eines Künstlers, oder zumindest eines Künstlers, der malt wie ich, ein Selbstporträt. Es gibt nichts anderes. Wenn ein Bild einen Blumenstock zeigt, ist das ein Selbstporträt von dem, der es gemalt hat. Daneben ist alles, was die Malerei nicht direkt betrifft, nicht unbedingt notwendig – ob es z.B. dem Zeitgeist entspricht, ob es Mode ist oder nicht, ist eigentlich wurscht.

Wichtig ist lediglich die Feststellung der malerischen Qualität. Das ist in Österreich, bei meinen Landsleuten, nicht ganz so einfach, die brauchen etwas, auf das sie ein Urteil abstützen können. Das halte ich für einen Quatsch. Zugegeben, die Qualität kann man nicht immer ganz einfach feststellen. Sie ist eine Sache des Gefühls. Natürlich kann man z.B. sagen, die Farbabstimmung ist nach klassischen Kriterien richtig oder falsch, schön oder hässlich, aber sie macht die Qualität eines Bildes nicht aus, ganz im Gegenteil, wenn es gar zu harmonisch ist, dann wird es auch fad. Analysieren allein genügt nicht, ich muss ein Bild lieben“, Peter Pongratz über seine künstlerische Arbeit.

Peter Pongratz (AUT, *1940 in Eisenstadt) ist in Graz aufgewachsen, studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien und an der Hochschule der bildenden Künste Berlin. Von 1966 bis 1970 war Pongratz Assistent bei Max Weiler in Wien.

Eröffnung: Samstag, 10. August 2019, 19 Uhr
Einführung: Ehrenobmann Franz Cserni
Dauer: 09. – 15. August 2019
Öffnungszeiten: 10 – 18 Uhr, Eintritt frei

SCHLICHTBAROCK FINE ARTS
Kieslingerhaus
Torplatz 3, 8330 Feldbach
schlichtbarock.at
Andreas Stern & Rainer Böhm: +43 3152 25999
office@schlichtbarock.at

James English Leary. “no pets. no plants. no houses. no spouses”
Das Kieslingerhaus unter der Leitung von Andreas Stern und Rainer Böhm, im Zentrum von Feldbach widmet anlässlich von HOCHSommer 2019 dem amerikanischen Künstler James English Leary eine Ausstellung.

Die Bilder von James English Leary (USA, *1982 in Chicago) spielen die Figuration gegen die Abstraktion aus und nähren dabei in ihrer Metaphorik die manieriert-psychologischen Zustände der BetrachterInnen gleichermaßen wie sie diese persiflieren. Anstatt Bilder zu „malen“, konstruiert James English Leary sie aus den „klassischen“ Bestandteilen eines Gemäldes (in der Reihenfolge: Keilrahmen, Stoff, Farbe), wobei er häufig ein geformtes Trägermaterial verwendet. Die daraus resultierenden Bildobjekte und ihre heiteren Vorschläge einer eigenen „Sprache“ beschäftigen sich auf humorvolle Weise mit der Problematik, ein Gemälde zu „lesen“. Sie beschwören ein Kunsterlebnis als Slapstick-Rorschach; ein Drama der Lesbarkeit, das aus der Unmöglichkeit resultiert, eine Form zu bilden, die sich nicht zuletzt auf das irdische bezieht. James English Leary ist Künstler und Filmemacher. Er lebt und arbeitet in New York.

Das Kieslingerhaus ist ein Ort der Tradition. Es ist mehr als 400 Jahre alt und steht als denkmalgeschütztes Ackerbürgerhaus gleich neben dem 1628 errichteten Grazer Tor. Stadtbauern, Bader und Handwerker nutzten das Haus bis Andreas Stern und Rainer Böhm diesen besonderen Ort schafften – Schlichtbarock im Kieslingerhaus.

Empfang: Sonntag, 11. August 2019, 11 Uhr
Dauer: 09. August – 08. September 2019
Öffnungszeiten: 09. – 15. August 2019, 10 – 18 Uhr,
ab 16. August 2019: Besichtigung auf Anfrage: +43 3152 25999, Eintritt frei

KUNSTHALLE FELDBACH
Sigmund-Freud-Platz 1, 8330 Feldbach
kunsthalle-feldbach.at
kultur@feldbach.gv.at

hoelb/hoeb. “RIEEZ” (Regionale Initiative zur Entwicklung empathischen Zubehörs)
Das Künstlerduo Barbara Hölbling und Mario Höber (AUT) arbeitet seit 2010 transdisziplinär zusammen. Das Projekt “RIEEZ” untersucht mit Beteiligung von Institutionen und “Experten des Alltags” Themen im Umfeld von Verlust, Empathie oder Solidarität. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist als multimediale Ausstellung zu sehen und versteht sich als eine künstlerische Versuchsanordnung, die den BesucherInnen einen Perspektivenwechsel ermöglicht, um über persönliche Erfahrungen zu reflektieren.

Als HOCHsommer-Special präsentiert Edgar Honetschläger (AUT) den Film “Omsch” (AUT, 2013).

Filmscreening: Sonntag, 11. August 2019, 13 Uhr
Dauer: 13. Juni – 17. August 2019
Öffnungszeiten: 09. – 15. August 2019, 10 – 18 Uhr, ansonsten Di – So 11 – 17 Uhr, Eintritt frei

KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM FELDBACH
Flusslandschaft an der Raab
8330 Feldbach

Anton Schnurrer. “Südwind” und Günther Pedotti: “Müsste weiter links fallen”
Im Rahmen von HOCHSommer 2019 lädt die Gemeinde Feldbach zur Besichtigung der Installation “Südwind” von Anton Schnurrer (AUT) ein. Mit der Installation visualisiert der Künstler die Sehnsucht nach dem Süden und die Lust auf Sonne, Wärme und das süße Leben. 30 weiße Segelboote mit signalfarbenen Bojen bespielen die Raab in unterschiedlichen Facetten und verweisen damit auf die Lebensqualität in Feldbach. Inspiriert von Marcel Reich-Ranicki Zitat „Müsste weiter links fallen“ hat Günther Pedrotti (AUT) im Auftrag der Gemeinde Feldbach an der Josef-Franz Brücke eine weitere Installation für den öffentlichen Raum geschaffen.

Besichtigungen noch bis 01. September 2019 jederzeit ohne Voranmeldung möglich, Eintritt frei

KUNST AN DER GRENZE
Bahnhofring 17, 8380 Jennersdorf
grenzkunst.com
info@grenzkunst.com

Hannes Mlenek. “TRANSFORMING WALLS – eine Provokation”
In faszinierender Weise eröffnet Hannes Mlenek neue Aspekte in der Diskussion um das Verhältnis und die Bezugsmöglichkeiten zwischen Bild und Skulptur, sowie auch die Frage nach dem Bildinnen und dem Bildaußen und damit dem Phänomen der Bildgrenze im Kontext des „Wandbildes“. Mit traditionellen Mitteln, ohne notwendige Referenz auf das „Crossover“ der Kunst des letzten Jahrzehnts, ohne digitale Medienimplikation, spürt der Künstler der uralten und immer wieder absolut neuen Frage und Problemstellung nach dem Verhältnis von Bilderwelt und Weltbild nach, von dem Heidegger bereits schrieb, dass Weltbild nicht bedeutet, ein Bild von der Welt zu haben, sondern die Welt überhaupt als Bild zu begreifen. Für Hannes Mlenek bedeutet dies eine mehrfache Kartografie der Welt. Gleichzeitig ist die Architektur der ehemaligen A&O Lagerhalle Inspirationsquelle, Jennersdorf, der Ort an der Grenze, u.a. inhaltlicher Motor für die ästhestische Auseinandersetzung von Hannes Mlenek´s Gratwanderung zwischen Bild und Skulptur.

Seit 1976 arbeitet Hannes Mlenek (AUT, *1949 in Wiener Neustadt) als freischaffender Künstler. In den 1970er Jahren Gasthörer an der Universität für angewandte Kunst Wien. Er lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.

Eröffnung: Sonntag, 11. August 2019, 15 Uhr
Einführung: Roman Grabner
Dauer: 11. August – 22. September 2019

Öffnungszeiten: 11. – 15. August 2019, 10 – 18 Uhr, 16. August – 01.September 2019, Mi – Fr, 15 – 18.30 Uhr, Sa und So 14 – 17 Uhr, ab 02. September 2019 Besuch auf Anfrage +43 664 455 69 91, Eintritt frei

ZOLLAMT
Stadtgrabenstraße 33, 8490 Bad Radkersburg
zollamt.tv
zollamt@mur.at

Buchstabenfest / Praznik Črk / Alphabet Day
Der 24. Mai als Feiertag der Begründer der Schrift bot Anlass, die Bedeutsamkeit der Schrifterfindung (Kyrill) und die damit in Verbindung stehende Methodik (Method) auf besondere Weise sichtbar zu machen. Schrift und Sprache werden hier zu einer quer durch die Gesellschaften verlaufenden Grenzlinie erkannt. Die Gruppenausstellung Buchstabenfest / Praznik Črk / Alphabet Day zeigt dazu unterschiedliche künstlerische Zugänge von Arts of the Working Class (Maria Ines Plaza Lazo, Pauł Sochacki, Alina Kolar), Harald Anderle, Helene Baur, Joachim Baur, Isabel Belherdis, Tassilo Blittersdorff, Bazon Brock, Nadežda Čačinovič, Christian Egger, Heidulf Gerngross, Michael Hakimi, Karmen Jančar, Elfriede Jelinek, Peter Kogler, Isabella Kohlhuber, Susanne Kompast, Nicole Malbec, Mara Mattuschka, Thomas Metzner, Jeni Noltcheva, Elisabeth Penker, Jörg Piringer, Gerhard Rühm, Mirjana Rukavina, Hari Schütz, Emilia Smokova, Magda Tothova, Astrid Wagner, Peter Weibel, Franz West.

Basierend auf Überlegungen von Mustafa Kemal Atatürk, die Hagia Sophia als umstrittenen Ort der Religionen am 24. November 1934 zu einem Museum, einem Ort der Zivilisation zu erklären, fand am 24. November 2012 die “Öffnung” des neuen Zollamts statt. Die ehemaligen politisch motiviert errichteten Grenzkontrollgebäude wurden in einen offenen Ort für kulturelle und künstlerische Auseinandersetzungen umgewidmet. Im Rahmen von Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen, Performances und Radiosendungen werden “Grenze” und “Identität” diskursiv verhandelt und die Gebäude vom Zollamt in einem beispiellosen Nachnutzungskonzept betrieben.

Präsentationen: AMTSBLATT Official Journal of the ZOLLAMT und Sonderedtion Sicheldorfer Heilwasser sowie Führung durch die Ausstellung: Mittwoch, 14. August 2019, 15 Uhr

Dauer: 24. Mai – 01. September 2019
Öffnungszeiten: 09. – 15. August 2019, 10 – 18 Uhr, ansonsten Sa 12 – 16 Uhr, Eintritt frei

PAVELHAUS – PAVLOVA HIŠA
Laafeld 30, 8490 Bad Radkersburg
pavelhaus.at
office@pavelhaus.at

“Palmen und Stauden im Palmenhaus”
Mit Mateja Bučar (SLO), Christoph Eiböck (AUT), Regula Dettwiler (CH), Christian Kosmas Mayer (DEU), Edith Payer (AUT), Tadej Pogačar (SLO), Roswitha Weingrill (AUT), Markus Jeschaunig (AUT), Franz Konrad (AUT), kuratiert von Markus Waitschacher.

In Bad Radkersburg und Umgebung finden sich unzählige Palmen und Bananenstauden, sowohl im öffentlichen Raum, als auch im Privaten. Die Legende berichtet, dass eine einzige Bananenstaude einst in die Region kam und sich dort, auf Grund des milden Klimas oder der großen Gastfreundschaft weit und schnell verbreitete. Ausgangspunkt der Gruppenausstellung ist dieses lokale Phänomen, dem sich die bildende Künstlerin Edith Payer und der Kulturanthropologe und Kurator der Ausstellung Markus Waitschacher widmen.

Palmen vermutet man nicht in dieser Gegend Österreichs. Sie symbolisieren etwas Fremdes, das sich gut einlebt, verbreitet und recht bald als Eigen wahrgenommen wird. Palmen und andere so genannte exotische Pflanzen eignen sich als gut genutzte Projektionsfläche. So kommen verschiedene Assoziationen zwischen exotischem Urlaubsgefühl, traurigen Tropen, oder der reichen Fremde in den Sinn. Weniger wahrgenommen werden hingegen die bildgewaltige Benützung von Palmen und deren Wahlverwandtschaften in kolonialen Systemen und postkolonialen Verstrickungen.

Anders gefragt: Gibt es nachhaltig produziertes Palmöl? Die Gruppenausstellung versammelt unterschiedliche Zugänge der zeitgenössischen Kunst zum Thema Palmen und anderen Pflanzen, die symbolisch als GrenzverschieberInnen mit Migrationshintergrund auftauchen.

Abschlussveranstaltung: Mittwoch, 14. August 2019, 17 Uhr (Führung)
Im Anschluss: Ausklangsfest mit einem Konzert von Stimmgewitter & Hirsch Fisch, 18.30 Uhr
Dauer: 29. Juni 2019 – 14. September 2019
Öffnungszeiten: 09. – 15. August 2019, 10 – 18 Uhr, ansonsten Mi – Sa 13.30 – 18.30 Uhr,
Eintritt frei

 

© Stadtgemeinde Feldbach, Anton Schnurrer, Südwind 2019

© Stadtgemeinde Feldbach, RIEEZ

© Robert Schaberl, 2 views

James English Leary Cameo (Stawberry), 2018

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