LEBENDiGe Nachbarschaft & Corona – Schreibaufruf “Mach’ mit!”

LEBENDiGe Nachbarschaft & Corona

Schreibaufruf – Wir laden alle Helfenden in Institutionen oder im eigenen Umfeld, betreuende Angehörige und alle, die sich angesprochen fühlen, herzlich ein:

Ein Schreibaufruf: Mach‘ mit!
Teile deine Erfahrungen und Gedanken zu gelebter Nachbarschaft & Nachbarschaftshilfe mit.

  • Was ist deine Schlüsselerfahrung in deiner SorgeTätigkeit in der Nachbarschaft während der Corona-Zeit, oder in jener von anderen?
  • Was hat dich dabei am meisten berührt – oder erschüttert?
  • Was wünscht du dir für die Zeit nach Corona für eine lebendige Nachbarschaft?

Die Beiträge werden auf der Gemeindewebsite www.feldbach.gv.at, auf www.styriavitalis.at und auf der Website des Kardinal König-Hauses www.kardinal-koenig.at, nach Wunsch auch anonymisiert oder mit Klarnamen, veröffentlicht. Es werden daraus auch Postkarten zu gelebter Nachbarschaft, die in der Gemeinde aufgelegt werden, gestaltet.
Wir freuen uns über jeden Beitrag, ob lang oder kurz (Tippfehler sind kein Problem), via E-Mail an hauer@feldbach.gv.at  oder postalisch an Stadtgemeinde Feldbach, Kennwort: „Projekt LEBENDiG“, Hauptplatz 13, 8330 Feldbach.

Wir sorgen füreinander – wir lesen voneinander!

Beiträge:

Die Frau, die mir nichts sagt und umgekehrt

Ich habe sie nur mit ihrem Mann gesehen, beinahe nie geht sie zum Telefonieren vor die Tür hinaus, wie ich es ignorant und affin für den Austausch durch verbale Kommunikation sehr gerne mache.
Doch einmal, da hatte sie Panik und das war etwa eine Woche, nachdem ich es mit der Panik zu tun bekam. Der Grund ist jetzt nicht so schwer zu verstehen: Wir rutschen, rattern, zurück in eine Zeit dunkler mittelalterlicher Instinkte und das ist gefährlich für Frauenzimmer, die gerne aus der Reihe tanzen.
Wir gerieten also in Rage.
Ich meinte nicht mich, meinte sie auch nicht sich?
Als ich als erste mir bekannte meiner Furcht vor der großen Blöße einer Rückentwicklung schreiend Luft machte, fühlte ich mich sterbenseinsam und alleine gelassen. Als ich sie dann ebenfalls wütend werden hörte, war ich zwar wirklich ratlos, doch auch wieder ein wenig ruhiger.
Ist es nicht Restvertrauen, mit seiner Angst nach außen zu gehen, und sei es auch in schriller Form?
Irgendetwas daran missfiel mir gar nicht so sehr.

Der Text ist zwar schnell geschrieben worden, kommt aber auch direkt von der Quarantäne-gequälten Seele und soll gegen das dumpfe Gefühl der Einsamkeit ankämpfen.
Petra Stoppacher

 

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