Altersgerechte Stadt Feldbach – Partizipation und Umsetzung

„Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben“ (Alexis Carrel)

Mit der Unterzeichnung der Dubliner Deklaration im Jahre 2018 ist die Stadtgemeinde dem WHO Netzwerk altersfreundliche Städte und Gemeinden beigetreten. Damit haben wir uns verpflichtet, in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit den Einwohner die Lebensqualität und das Wohlbefinden älterer Menschen zu unterstützen und zu fördern. Basis unserer Bemühungen ist das Konzept der nachhaltigen, altersfreundlichen Umgebung, das einen integrativen Ansatz zur Optimierung der sozialen und physischen Umgebung und Förderung eines aktiven, gesunden Alterns und der Teilnahme an der Gesellschaft verfolgt.

Eine seniorenfreundliche Stadt bedeutet eine lebenswerte Stadt für alle Bürgerinnen und Bürger. Es ist uns ein Anliegen, gute Perspektiven für ein freudvolles Zusammenleben für alle Generationen gemeinsam zu gestalten. Das Schaffen einer altersgerechten und menschenfreundlichen Umgebung, Gesundheits- und Wohnungswesen sowie Mobilität sind wichtige Schlüsselfaktoren. Jedes Alter bringt eigene Herausforderungen mit sich. Bereits in der Phase vom Berufsübergang in die Pension ist es erstrebenswert, selber aktiv zu bleiben, teilzuhaben und sich sinnerfüllend in die Gesellschaft einzubringen, denn „auch ältere Menschen haben noch Wünsche“ (Zitat Frau Harpf). Bereits in der Phase vom Berufsübergang in die Pension ist es erstrebenswert selber aktiv zu bleiben, teilzuhaben und sich sinnerfüllend in die Gesellschaft einzubringen. Diesen Raum für Begegnung und Teilhabe möchten wir anbieten.

Seit November 2019 ist die Stadtgemeinde Feldbach Projektpartner im Europäischen Projekt T.A.A.F.E (Towards an Alpine Age-Friendly Environment) und arbeitet mit Organisationen aus Italien, Frankreich, Deutschland, Slowenien und der Schweiz zusammen. Gemeinsam entwickeln wir Perspektiven, Maßnahmen und Projekte in den Bereichen altersgerechte Umgebung, Gesundheits- und Wohnungswesen, Mobilität und Freizeitgestaltung.

In Feldbach wird das Projekt durch das TRIO organisiert. Das TRIO ist eine Arbeitsgruppe, die durch zwei engagierte, ältere Mitbürger und Mitbürgerinnen, einer Mitarbeiterin der Stadtgemeinde Feldbach und Mitarbeiterinnen eines sozialwissenschaftlichen Instituts – dem Zentrum für Soziale Innovation – konstituiert wird. Mitglieder des TRIOS stehen Bürgerinnen und Bürgern, die daran interessiert sind, an der altersfreundlichen Gestaltung der Gemeinde mitzuwirken, als Ansprechpersonen zur Verfügung.

Vieles ist bereits in Umsetzung. Erwähnenswert sind hier sicher die Bildungsangebote wie z.B. Treffpunkt Zentrum, Computerkurse und die Volkshochschule. Markierte Rad- und Wanderwege, viele Tennis- und Sportplätze und das Hallenbad bieten die Möglichkeit, Sport zu betreiben. 620 Sitzbänke, Behindertenparkplätze, eine gute Gesundheitsversorgung, die Mobilen Dienste, das Tageszentrum des Roten Kreuzes, der Psychosoziale Dienst, Barrierefreiheit bei öffentlichen Gebäuden, der Demenzratgeber uvm., unterstützen das Altern in Würde. Durch die Veränderung der Familienstruktur ist auch die Entwicklung guter Nachbarschaften und Gemeinschaften sehr bedeutungsvoll.

Alle Maßnahmen einer altersgerechten Stadt dienen natürlich allen Bewohnern von Jung bis Alt und steigern die Lebensqualität unserer Stadt. Aber es gibt auch noch Herausforderungen, die wir gemeinsam bewältigen wollen. Bei einem weiteren Treffen der Beteiligungsgruppe wurde die Umsetzung der ersten Schritte beschlossen.

Aus einer breiten Diskussion mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern und dem TRIO wurden vorerst die wichtigsten Themenblöcke definiert. Dazu hat es im Sommer und Herbst zwei Workshops gegeben.

Aufbauend auf den Ergebnissen werden in der Gruppe verschiedene Konzepte und Anliegen zur Förderung einer altersgerechten Gemeinde besprochen. Die drei Cluster, deren Maßnahmen zugeordnet sind, orientieren sich an den 8 Dimensionen der WHO:

  • Bauliches Umfeld und Mobilität,
  • Soziale Dienst und Angebote der Gemeinde,
  • Soziale Teilhabe und Engagement.

Der Gruppe ist das Thema „Gesundheitsbewusstsein – beweglich und lebendig bleiben“ mit allen erforderlichen Aktionen wie z.B. Erstellen von Freizeitangeboten für alle Generationen inklusive Wanderwege, Erweiterung des Motorikparks zu einem Generationenpark, ein besonders Anliegen.

Wenn auch Sie Ideen haben, die Sie gerne mit uns diskutieren möchten, wenn auch Sie sich gerne engagieren und mitarbeiten möchten, laden wir Sie herzlich ein, Kontakt mit einem der TRIO-Mitglieder aufzunehmen.

„Entwicklung geschieht, wenn wir einen Unterschied setzen, der neue Unterschiede hervorbringt“ (Gregory Bateson).

Wir freuen uns über Ihre Nachricht!

Mitarbeit im TRIO
Stadtgemeinde Feldbach: Bgm. Ing. Josef Ober, Lydia Stößl
Verein zur Förderung des Steirischen Vulkanlandes: Mag. Daniela Adler, MBA
Vertreter der älteren Generationen: GR Anna Ploderer, Mag. Josef Roth
Wissenschaftliche Begleitung: Dr.in Irina Vana, Mag.a Katharina Handler (Zentrum für Soziale Innovation)

 

 

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